Big Data und Real-World-Evidenz in der interdisziplinären PAVK-Behandlung

Eine kritische Bestandsaufnahme

Zusammenfassung

Der wissenschaftliche Stellenwert von Register- und Routinedaten als sogenannte Real-World-Evidenz nimmt in der vaskulären Qualitätsentwicklung und Versorgungsforschung kontinuierlich zu. Durch schnell wachsende digitale Datenbestände und lernende Algorithmen zu deren Verarbeitung ergeben sich immer neue Möglichkeiten, die heute als Big Data oder Smart Data bezeichnet werden. Der große Bedarf an weiteren hochwertigen Studien zur Verbesserung der Evidenzbasis in der Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit kann durch randomisierte und kontrollierte Studien nicht vollständig gedeckt werden, weshalb die Einführung interdisziplinärer Register und die Nutzung von Routinedaten sinnvoll erscheint. Hierbei sollten allerdings die Vorteile und Limitationen gewissenhaft berücksichtigt werden. Vor dem Hintergrund einer grenzüberschreitenden internationalen Qualitätsentwicklung sollte zudem eine konsequente Harmonisierung bestehender Projekte mit Real-World-Evidenz erfolgen.

Zur Publikation